Geige

Musikinstrumente als alternative Geldanlage

Hören, sehen, spüren und genießen. Das sind Zinsen, die man nur von wenigen Geldanlagen erhält.
Aber auch Streichinstrumente wie Geigen oder Celli sind als alternative Geldanlage geeignet.
Am bekanntesten ist sicher die Stradivari. Von ihr gibt es Schätzungen zufolge vielleicht noch 500 Stück. Dementsprechend hoch sind natürlich Preis und Nachfrage. Die teuerste Stradivari, „Lady Blunt“, wurde für ca. 16 Millionen Dollar verkauft. Aber auch Geigen von Giovanni Battista Gabrielli oder Giovanni Francesco Pressenda erzielen gute Preise.
Sogar Bankhäuser wie die Deutsche Bank oder die Hypo-Vereinsbank München besitzen Geigen oder vertrauen auf Geigen als Absicherung wie z.B. die Landeskreditbank Baden-Württemberg. Dabei können Geigen eine Rendite von 7 % bringen. Bei besonderen Stücken kann es auch mal mehr sein.

Geigen sind aber nicht nur etwas für Großinvestoren. Laura Germann, Geigenbauerin aus Hamburg, baut nicht nur Geigen, sie verkauft sie auch als Geldanlage.
90 % ihrer Kunden sind Angestellte, die z.B. eine gute, 18.000 € teure Geige anzahlen und dann über zwei Jahre in Raten abbezahlen.

Laien sollten sich bei dieser Anlageform auf jedem Fall von einem Experten beraten lassen. Auch wenn das Instrument zertifiziert ist, bezeugt das noch lange nicht den Wert. Denn Zertifikate kann jeder ausstellen. Zu bedenken ist außerdem, dass eine derartige Geldanlage nur langfristig eine hohe Rendite erzielt.

Andererseits ist sie einfach eine ganz besondere Wertanlage. Vor allem wenn sie dann noch von einem Künstler gespielt wird. So spart man nicht nur die Lagerkosten, man kann auch noch ihren Klang genießen.
Ein weiterer Vorteil ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades und damit des Wertes dieser Geige. Etwa wenn sie von einem bekannten Künstler gespielt wird. Oder wenn ein unbekannter Nachwuchskünstler gefördert wird und er somit viele Jahre Werbung für dieses Instrument macht. Und wer hat schon eine Wertanlage, mit der man Talente fördern kann, die sich selbst ihr Arbeitsgerät nie leisten könnten?