Der Bankenplan der EU

Im Juli 2017 gab die Nachrichtenagentur Reuters Überlegungen der EU bekannt, die uns Bankkunden aufhorchen lassen sollten.
Es geht darum, die Konten der Kunden einzufrieren, sobald eine Bank vom Zusammenbruch bedroht ist. So könnte die Bankenaufsicht einen Auszahlungsstopp von 5 bis maximal 20 Tagen erlassen. Dadurch soll ein Run auf die Banken vermieden werden, wie es bereits in Griechenland, Spanien oder Italien geschehen ist.
Während der Auszahlungssperre könnte die Bank entweder aufgespalten werden, oder ein Notverkauf an ein anderes Geldinstitut erfolgen. Bei einer Spaltung würde ein nicht mehr zu rettender Anteil (die „Bad-Bank“) vom überlebensfähigen abgespalten werden.
Bei beiden Varianten hätten Kunden keine Möglichkeit Einlagen zu entnehmen. Auch Gläubiger dürften keine Bankschuldverschreibungen abstoßen.
Aber es geht noch schlimmer.

Da wäre einmal die Tatsache, dass die Einlagen von Privatpersonen, Personengesellschaften und kleinen Kapitalgesellschaften nur bis zu einer Höhe von 100.000 € von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) abgedeckt sind. Weiterhin sagt aber selbst die EdB von sich, dass sie nicht für eine schwere Krise des gesamten Bankensektors ausgelegt ist. Sollte es also zum Fall aller Fälle kommen, wäre die EdB von aller Leistung befreit!  Was dann wäre, weiß niemand.

Geraten die Banken in Schieflage, wird es zuerst die Aktionäre, dann die Gläubiger und anschließend die Sparer mit einer Einlage von über 100.000 € treffen. Reichen diese Sicherheiten nicht aus, werden die Sparer ihr komplettes Kapital verlieren. Sie werden also schlichtweg enteignet.

Die Politik verspricht jedoch, dass keine Rettung von maroden Kreditinstituten mehr durch die Steuerzahler geschehen soll! Aber macht es einen Unterschied, ob es uns als Steuerzahler trifft oder als Sparer? Wohl kaum.

Wir können nur immer wieder betonen, dass Sie Ihr Geld nicht auf der Bank parken sollten. Investieren Sie Ihr Geld in einem wohl überlegten Konzept. Nutzen Sie verschiedene Laufzeiten, verschiedene Anlagemethoden oder Einzahlungsmodalitäten. Ihr Anlagekonzept sollte flexibel sein. Flexibel wie Ihr eigenes Leben.

Garantien sind sicher, Garantien sind gut

Hatten Sie auch das Gefühl, dass vor ein paar Jahren beim Thema Altersvorsorge nichts ohne Garantien ging? Bei den Versicherern lief damals nichts ohne sie, selbst die Politiker wurden durch die starke Lobby der Versicherer von ihrer Notwendigkeit überzeugt.
Plötzlich redet aber kaum noch einer davon. Nun gibt es „kapitalmarktnähere Produkte“ mit geringen Garantien oder fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen Garantien ganz weg fallen.

Aber warum ist das so?

Garantien sind teuer. Wir haben bereits über die Brisanz der Zinszusatzreserve berichtet. Durch das niedrige und zum Teil negative Zinsniveau auf europäische Staatsanleihen, ist es enorm schwer diese Garantien überhaupt noch zu erfüllen. Die Fondsmanager mussten die letzten Jahre ca.  80 – 90 % im sogenannten „Absicherungskapital“ anlegen. Das Geld wurde also in risikoarme festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Zum Ende der Laufzeit haben sie auf diese Art die garantierte Mindestsumme für ihre Kunden angespart. Mit dem restlichen Geld wurde dann spekuliert. Schließlich muss ein Unternehmen auch Geld einnehmen. Ging alles gut, freuten sich die Manager. Schlug diese Investition fehl, war zumindest noch das garantierte Kapital für die Kunden da, das in der Zwischenzeit angewachsen ist.

Bei den aktuellen Zinsen muss man wahrscheinlich bereits um die 98 % des Kapitals in die Absicherung stecken. Keine Chance Geld „sinnvoll“ anzulegen. Wen überrascht es da, dass immer mehr Versicherer ihre Lebensversicherungen loswerden wollen?

Und was ist überhaupt mit den Garantien der alten Versicherungspolicen? Darf man sich da auf seinen 3,5 – 4 % Rendite ausruhen? Abgesehen davon, dass es Möglichkeiten gibt, mehr Rendite zu erwirtschaften, ist keine Garantie sicher! Die Versicherer haben einen Notausstieg. Sie können eine Anfrage beim Bundesamt der Finanzen stellen und nach Absprache die Garantien senken. So geschehen bereits beim Marktführer der Allianz. Also auch wenn vielleicht ein großer Name dahinter steht, überprüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen. Wir können gerne Alternativen mit Ihnen besprechen!

Berufsunfähigkeit, das trifft mich nicht

Die meisten Deutschen unterschätzen die Möglichkeit wegen einer Berufsunfähigkeit (BU) aus dem Arbeitsleben austreten zu müssen.

Sicher wird es vor allem Menschen mit riskanten Berufen oder starker körperlicher Beanspruchung treffen. Manch einer vermutet sogar, dass eine derartige Versicherung eher für ältere Menschen gedacht sei.
In einer Umfrage von Focus Online und Swiss Life schätzten 60 % der Befragten, dass jeder zehnte bzw. fünfzehnte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen muss. Fakt ist aber, dass es statistisch jeden Vierten trifft.
Dabei ist 83 % der Leute bewusst, dass sie in irgendeiner Art privat vorsorgen müssen. Dabei werden auch Produkte wie die Grundfähigkeitsversicherung, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder die Schwere-Krankheiten-Vorsorge immer bekannter.

Wenn es um die Frage geht, wann man am Besten eine BU abschließen sollte, wählen 75 % den Berufsstart. 5 % würden sogar erst bei Gründung einer Familie eine derartige Police abschließen. Aber immerhin 20 % sehen die Notwendigkeit eines Abschlusses bereits im Schulalter. Dem würden auch wir uns anschließen.
Je länger man mit einem Abschluss wartet, bzw. je älter man ist, desto eher läuft man Gefahr sich gewisse Erkrankungen zuzuziehen und umso teurer wird der Vertrag.

Aber nicht nur die Notwendigkeit einer Vorsorge wird unterschätzt, auch die Höhe der vereinbarten Rente wird falsch eingeschätzt. So würden sich 49 % zu gering oder sogar falsch absichern.

Bei einer BU sollte man die Finanzkraft des Versicherers beachten, schließlich beabsichtigt man sich langfristig zu binden. Außerdem gilt es, genauso wie bei anderen Verträgen, sich mit dem Kleingedruckten auseinanderzusetzen. Dies ist jedoch für den Laien meist kaum verständlich, für uns jedoch Alltag. Sprechen Sie uns an, in unserem Portfolio haben wir sicher einen Partner, bei dem nicht nur die Leistung, sondern auch der Preis stimmt.

An der Umfrage haben zwischen November 2017 und Januar 2018 4.262 Personen teilgenommen.

Lebensversicherung – der Klotz am Bein

Wer sich mit den aktuellen Nachrichten im Bereich der Lebensversicherer auseinander gesetzt hat, weiß, dass die klassische Lebensversicherung kaum eine Zukunft hat.
Hohe Kosten, niedrige Zinsen, da kann man schon fast froh sein, wenn man am Ende überhaupt die eingezahlte Summe wieder heraus bekommt.

Doch was haben Sie persönlich für eine Wahl?

  • Sie können den Vertrag kündigen und evtl. Abschläge in Kauf nehmen
  • Sie stellen den Vertrag beitragsfrei, so dass Sie zwar kein weiteres Geld in einen schlecht laufenden Vertrag investieren, Ihr investiertes Geld aber weiterhin immer weniger wird
  • Sie verkaufen den Vertrag, wodurch Sie auch wieder Verluste machen können

Keine dieser drei Varianten ist wirklich charmant und schon gar nicht zu empfehlen. Denn es gibt eine weitere Möglichkeit.

Sollten Sie Ihren Vertrag zwischen 01.07.1994 und 31.12.2007 geschlossen haben, besteht die Chance auf eine Rückabwicklung.
Es hat sich herausgestellt, dass vielfach die Widerrufsbelehrungen fehlerhaft sind und somit die Kunden nicht ausreichend über ihre Widerspruchsrechte aufgeklärt wurden. Dies haben der Bundesgerichtshof sowie der Europäische Gerichtshof bestätigt. In Deutschland betrifft das ca. 100 Mio. Verträge!
Die Versicherer müssen Ihnen in diesem Fall nicht nur Ihr Investment in voller Höhe auszahlen, sondern auch noch adäquate Zinsen und Zinseszinsen.

Der Haken, bürokratischer und juristischer Aufwand sind groß. Man kann sich vorstellen, dass die Versicherungen nur ungern die geforderten Summen auszahlen und einem größtmögliche Stolpersteine in den Weg legen.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Verträge überprüfen zu lassen. So haben Sie keine Arbeit und können alles einem Spezialisten für Rückabwicklungen überlassen. Die Prüfung Ihrer Verträge ist kostenlos. Nur im Erfolgsfall zahlen Sie einen prozentualen Anteil der zum Rückkaufswert hinzukommenden Summe. So haben Sie nicht nur keine Verluste, sondern können mit Ihrer Versicherung sogar noch Gewinn machen!
Natürlich unterstützen wir Sie auch, wenn Sie die Summe gewinnbringender anlegen möchten.

Rücklagen der Lebensversicherer

Rund 15 Mrd. € mussten die deutschen Lebensversicherer im letzten Jahr für die Zinszusatzreserve zurücklegen. Ein neuer Rekord.

Doch was ist die Zinszusatzreserve( ZZR)?
In den Verträgen der Lebensversicherer werden dem Kunden Garantien zugesichert. Diese Garantien sind aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB immer schwerer zu erwirtschaften. Aus diesem Grund müssen sie Reserven anlegen.
Bei dem aktuellen Referenzzinssatz von 2,21 % müssen demnach für sämtliche Verträge, die eine höhere Rendite als 2,21 % garantieren, Reserven angelegt werden. Dies betrifft im Durchschnitt 90 % der abgeschlossenen Verträge!
Laut der Rating-Agentur Assekurata, wurden inzwischen 60 Mrd. € zwangsweise zurückgelegt. Geld womit die Versicherer also nicht arbeiten können.
Doch wie soll auf diese Weise noch genug Kapital für die Auszahlung der Kunden erwirtschaftet werden? Schließlich wird sich dieses Szenario in der Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verbessern. Im Gegenteil. Sollte sich an der Zinspolitik nichts ändern, läge der Referenzzins bald bei 1,87 %. Für 2018 würde damit eine ZZR von 18 Mrd. € prognostiziert. 2019 sähe es noch schlechter aus.

Das Wort „Herausforderung“ in Bezug auf die Zukunft der Lebensversicherer wird da der Lage definitiv nicht gerecht. Doch am Ende betrifft es uns Kunden!
Auch wenn bereits eine Anpassung der Berechnung der ZZR gefordert wird und der Politik Druck gemacht wird, ist die Zukunft der Kunden mehr als ungünstig. Denn was sind schon Garantien? Wer garantiert uns, dass die Garantien bestehender Verträge nicht gesenkt werden können?

Fakt ist, dass sich Lebensversicherungen für uns Kunden kaum noch lohnen. Neuverträge bringen kaum noch Rendite, so dass zusammen genommen mit der Inflation, am Ende kaum noch etwas für uns raus springt. Wer noch einen Vertrag mit hoher Rendite laufen hat, wird nicht sicher sein können, dass diese nicht auch irgendwann gesenkt wird.
Wer wirklich für seine Zukunft vorsorgen will, sollte dies auf anderem Wege tun!

Musikinstrumente als alternative Geldanlage

Hören, sehen, spüren und genießen. Das sind Zinsen, die man nur von wenigen Geldanlagen erhält.
Aber auch Streichinstrumente wie Geigen oder Celli sind als alternative Geldanlage geeignet.
Am bekanntesten ist sicher die Stradivari. Von ihr gibt es Schätzungen zufolge vielleicht noch 500 Stück. Dementsprechend hoch sind natürlich Preis und Nachfrage. Die teuerste Stradivari, „Lady Blunt“, wurde für ca. 16 Millionen Dollar verkauft. Aber auch Geigen von Giovanni Battista Gabrielli oder Giovanni Francesco Pressenda erzielen gute Preise.
Sogar Bankhäuser wie die Deutsche Bank oder die Hypo-Vereinsbank München besitzen Geigen oder vertrauen auf Geigen als Absicherung wie z.B. die Landeskreditbank Baden-Württemberg. Dabei können Geigen eine Rendite von 7 % bringen. Bei besonderen Stücken kann es auch mal mehr sein.

Geigen sind aber nicht nur etwas für Großinvestoren. Laura Germann, Geigenbauerin aus Hamburg, baut nicht nur Geigen, sie verkauft sie auch als Geldanlage.
90 % ihrer Kunden sind Angestellte, die z.B. eine gute, 18.000 € teure Geige anzahlen und dann über zwei Jahre in Raten abbezahlen.

Laien sollten sich bei dieser Anlageform auf jedem Fall von einem Experten beraten lassen. Auch wenn das Instrument zertifiziert ist, bezeugt das noch lange nicht den Wert. Denn Zertifikate kann jeder ausstellen. Zu bedenken ist außerdem, dass eine derartige Geldanlage nur langfristig eine hohe Rendite erzielt.

Andererseits ist sie einfach eine ganz besondere Wertanlage. Vor allem wenn sie dann noch von einem Künstler gespielt wird. So spart man nicht nur die Lagerkosten, man kann auch noch ihren Klang genießen.
Ein weiterer Vorteil ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades und damit des Wertes dieser Geige. Etwa wenn sie von einem bekannten Künstler gespielt wird. Oder wenn ein unbekannter Nachwuchskünstler gefördert wird und er somit viele Jahre Werbung für dieses Instrument macht. Und wer hat schon eine Wertanlage, mit der man Talente fördern kann, die sich selbst ihr Arbeitsgerät nie leisten könnten?